Die richtige Lederpflege

Mit der richtigen Lederpflege bleibt dir dein pikfine Produkt Jahrzehnte lang erhalten. Dabei gilt bei naturbelassenem Leder die Devise, weniger ist definitiv mehr! Deine Lederprodukte brauchen am Anfang keine umfangreiche Imprägnierung. Diese würde je nach Zusammensetzung die Poren des Leders komplett versiegeln und so die Atmungsaktivität auf ein minimum reduzieren. Kann ein Leder nicht atmen, so wird es brüchig und verliert seine “ledertypischen” Eigenschaften. Erst nach längerem Tragen ist es sinnvoll seinem Lederaccessoire etwas der verlorenen Feuchtigkeit wieder zurück zu geben um es geschmeidig zu halten. 

Wie verhält sich das Leder mit der Zeit?

Naturbelassenes Leder ist empfindlicher als herkömmliches Leder, welches mit einer Deckschicht überzogen ist. Bei unserem Leder perlt Wasser nicht einfach ab. Regentropfen hinterlassen Spuren auf der Haut. Wie sich eine Haut mit der Zeit verändern kann haben wir dir in den unteren vier Bildern dargestellt. Es handelt sich hierbei um das selbe Lederstück.

Je öfter man mit dem Leder z.B. in den Regen kommt, desto robuster wird es. Die Farbe passt sich mit der Zeit an. Es entsteht eine wunderbare Patina.

Wenn dich am Anfang möglichen Flecken stören, kannst du dein Lederstück auch mit einem Schwämmchen komplett nass machen und an der Luft trocken lassen (bitte nicht Föhnen). Damit gleicht man die Farbunterschiede wieder aus und macht das Leder widerstandsfähiger. Das Leder ist dann zunächst etwas steifer als zuvor, je mehr man es benutzt oder knetet, desto weicher wird es wieder. 

1.

ORIGINAL

So sieht das cognacfarbene, naturbelassene Leder aus, wenn es bei dir ankommt. Es hat einen hellen Farbton und ist butterweich.

2.

NACH REGENTROPFEN

Am besten verstreichst du einzelne Tropfen ein wenig auf der Oberfläche um scharfkantige Kreise auf dem Leder zu vermeiden.

3.

GANZ NASS

Wenn dich die Abdrücke der ersten Tropfen stören, kannst du das Leder komplett anfeuchten. Es ist dann zuerst sehr dunkel.

4.

GETROCKNET

So sieht dein Lederstück am nächsten Morgen aus, wenn es an der Luft getrocknet ist. Jetzt ist es etwas fester im Griff, wird aber mit der Zeit wieder weicher.

Was du noch beachten kannst!

Grundregeln

Alle Anwendungen zuerst in einem verdeckten Bereich testen. Insbesondere bei offenporigen Ledern besteht die Gefahr der „Verschlimmbesserung“!

Bei Verschmutzungen vor der Pflege immer erst reinigen!

Alle Produkte immer großflächig von Naht zu Naht einsetzen.

Leder bekommt mit der Zeit Gebrauchsspuren, und manche Leder bleichen mit der Zeit aus. Das ist normal und gehört zur Patina eines Leders.

Das solltest du Vermeiden

Das Leder immer von alleine trocknen lassen. Nicht föhnen und nicht direkt in der Sonne trocknen. Das Leder kann sonst schrumpfen.

Flecken, die in das Leder eingezogen sind, nicht durch starkes Reiben zu entfernen versuchen. Die Oberfläche kann dadurch zusätzlich verletzt werden. Frage dann lieber einen Experten um Rat.

Flecken nie mit starken Lösungsmitteln (Aceton, Nagellackentferner, Terpentin etc.) oder mit Scheuermitteln zu entfernen versuchen. Die Flecken werden dadurch eher größer.

Das Leder nicht mit ungeeigneten Produkten behandeln. Schuhcreme, Kosmetikcreme, Bohnerwachs etc.